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Leopoldshöhe von früher bis heute Das Gebiet der Gemeinde Leopoldshöhe war im Mittelalter unter den Kirchspielen Oerlinghausen und Schötmar aufgeteilt. Zu Oerlinghausen
gehörten die heutigen Ortsteile Asemissen, Bechterdissen, Greste, Leopoldshöhe, Schuckenbaum und Krentrup, zu Schötmar die Ortsteile Nienhagen und Bexterhagen. Die Verwaltung lag in den Händen der
Güter Barkhausen und Heerse, welche Außenstellen des Bistums Paderborn waren. Nach Auseinandersetzungen zwischen dem Bischof von Paderborn und den Edelherren zur Lippe kamen diese beiden Ämter
1607 zum Fürstentum Lippe. Der Aufbau der Ämter ist vom Jahre 1036 an urkundlich erfasst. Zu diesem Zeitpunkt waren die Höfe eines bestimmten Bezirks zusammengefasst. Sitz der Verwaltung in diesen
Einheiten war der Haupthof. 1036 existierten im Gebiet der heutigen Gemeinde die Haupthöfe Barkhausen und Bexten mit ihren Vorwerken, den sogenannten Amtsmeierhöfen. Obwohl Bexten der größte Hof
seiner Verwaltungseinheit war, erhielt das Amt den Namen Heerse.
Nach Übergabe der Ämter Barkhausen und Heerse durch das Bistum Paderborn und des damit verbundenen Überganges der Ämterrechte
auf die lippischen Edelherren wurde die Organisation der Ämter allmählich bedeutungslos. Einige Güter, die die adelige Freiheit erlangt hatten, d. h. Rittergüter geworden waren, lösten sich aus
den Ämtern. Mit der Aufhebung der Grundherrschaft um 1808 gingen diese Ämter vollends unter. Das Amt Barkhausen ging ganz in das Amt Oerlinghausen, das Amt Heerse größtenteils in das Amt
Schötmar über.
Der ältesten gedruckten Schrift über das Land Lippe ist zu entnehmen, dass es um 1700 im Gebiet der heutigen Gemeinde Leopoldshöhe die adeligen Güter Dahlhausen, Eckendorf,
Schackenburg, Schuckenhagen und Hovedissen gab. Das Gut Hovedissen hatte im lippischen Landtag Sitz und Stimme, während das Gut Dahlhausen - wie es damals hieß - landtagsfähig war. Neben diesen
Gütern existierten schon die Bauernschaften Asemissen, Bechterdissen, Greste-Evenhausen, Hovedissen, Nienhagen, Eckendorf und Bexterhagen.
Aus der Bauernschaft Hovedissen entstand - außer den
früheren Dorfgemeinden Heipke und Schuckenbaum - im Jahre 1921 aufgrund einer Bürgerinitiative die politische Gemeinde Leopoldshöhe, deren Bezeichnung auch die heutige Großgemeinde trägt. Der Name
Leopoldshöhe ist allerdings früher, und zwar bereits 1860, in Verbindung mit dem Bau der Kirche entstanden. Der Gedanke, in der Gegend von Hovedissen eine Kirche zu bauen, tauchte bereits 1668 auf,
wurde aber erst nach der Zustimmung des lippischen Konsistoriums im Jahre 1848 verwirklicht. Am 21.05.1850 erfolgte in Anwesenheit des Fürsten Leopold II die Grundsteinlegung. Bei dieser Gelegenheit und
zu Ehren des Fürsten erhielt die neue Kirchengemeinde den Namen "Leopoldshöhe".
Der Raum, der die Gemeinde Leopoldshöhe ausmacht, hat insbesondere seit dem Jahre um 1880
bevölkerungsmäßig stark zugenommen. Wandernde Handwerksgesellen aus Sachsen, Schlesien und Mecklenburg wurden zu dieser Zeit sesshaft. Die Einrichtung einer Postagentur, einer eigenen Volksschule, die
Eröffnung des Telegrafenbetriebes, die Schaffung neuer Verkehrsverbindungen und nicht zuletzt der Handwerks- und Gewerbefleiß bewirkten um die Jahrhundertwende eine rasche Entwicklung dieses Gebietes.
Sie hat sich insbesondere nach 1948 infolge reger öffentlicher und privater Bautätigkeit fortgesetzt.
Im Zuge der kommunalen Gebietsreform erfolgte am 01.01.1969 der Zusammenschluss der bis
dahin selbständigen Gemeinden Asemissen, Bechterdissen, Bexterhagen, Greste, Krentrup, Leopoldshöhe, Nienhagen und Schuckenbaum mit einer Einwohnerzahl von insgesamt 10.200 zu der neuen Großgemeinde
Leopoldshöhe. Heute umfasst das Gebiet der Gemeinde Leopoldshöhe eine Fläche von 36,94 qkm und über 17.000 Einwohner. Die Gemeinde besitzt mit ihren neuen Wohn- und Gewerbegebieten alle Chancen
auf eine weitere gute Entwicklung.
Quelle: Homepage der Gemeinde Leopoldshöhe www.leopoldshoehe.de
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