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Der Igel – Erinaceus europaeus
Kennzeichen: Die ganze Körperoberseite ist mit Stacheln bedeckt., Fellfärbung hellbraun, an den Seiten
gelegentlich ins Gelbliche übergehend
Vorkommen in Lippe: Man findet den Igel in ganz Lippe, allerdings in unterschiedlicher Dichte. Nachweise können in wärmeren Jahreszeiten leider überall durch von Autos
überfahrerenen Tieren erbracht werden.
Lebensweise: Obwohl
der Igel sehr anpassungsfähig ist, werden in erster Linie offene Lebensräume besiedelt. Vorkommen in geschlossenen Wäldern sind deutlich seltener. Selbst in den Städten kommt er vor, soweit dort Gärten
vorhanden sind.
Der igel ist ein Winterschläfer. Seine Winterquartiere liegen oft in Komposthaufen, in Hecken und Gebüschen, in verlassenen Fuchsbauten, in Ställen und unter Bretterstapeln. STEINBORN fand
ein Winternest aus trockenem Gras und einer dicken Schicht Laub in einem Buchenhochwald ca. 100m vom Waldrand entfernt.
Die Winterquartiere werden verlassen, sobald die Nächte dauerhaft frostfrei bleiben.
Gelegentlich verlässt er sein Quartier aber auch im Winter für kurze Zeit, wie überfahrene Tiere im im Januar und Februar beweisen.
Die Wurfnester der Weibchen findet man an den gleichen
Örtlichkeiten. GOETHE (1955) berichtet sogar von zwei Wurfnestern aus Häusern, eins auf einer Deele in Rentorf und ein weiteres auf der Veranda eines Hauses in Herrentrup-
Der Igel bringt im allgemeinen 7
bis 8 Jungtiere zur Welt. Neben der Normalfärbung kommen gelegentlich auch Albinos vor. So fand man 1982 einen albinototischen Igel in Lemgo.
Als Feinde des Igels wurden Iltis, Fuchs, Dachs, Waschbär und
Uhu nachgewiesen. Der Hauptfeind ist jedoch der Mensch durch den immer dichter werdenden Straßenverkehr, der einen hohen Tribut an Igel fordert. Über die Auswirkungen einer immer mehr industrialisierten
Landwirtschaft auf den Igelbestand gibt es keine Untersuchungen. Auffällig sind aber die Äußerungen älterer Mitbürger, die fast alle erzählen, dass es früher mehr Igel gegeben habe.
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