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Auch den Dorfbewohnern erging es nicht besser, besonders wenn sie an den großen Straßen wohnten, auf denen die Heere zogen. Aus dem Dorf Wöbbel wird uns in
alten Urkunden berichtet: Bei Wortmann schlugen die Soldaten alles entzwei. Ähnlich erging es Kortensmeier und Busse. Die Soldaten verfütterten die Strohdächer an die hungrigen Pferde, weil sonst kein Futter mehr
aufzutreiben war. Zur gleichen Zeit wurden in der Umgebung der Lakehof, wo gerade Hochzeit gefeiert wurde, der Noltehof, der Stamhof und Borkhausen geplündert. Alles Vieh und alle Kostbarkeiten schleppten die
Soldaten mit sich fort. An einem Apriltag pflügten der Bauer Stumpenmeier und sein Sohn kurz vor dem Dorf. Da bemerkten sie, wie sich ein Trupp Soldaten der
Ortschaft näherte. Schnell sprangen sie auf, um die Bewohner zu benachrichtigen. Die Soldaten bekamen den Jungen zu fassen und richteten ihn übel
zu. Als Bewohner und eine Schutzwache herbeieilten, begannen die Soldaten zu hauen, zu stechen und zu schießen. Der alte Hausmann wurde dabei erschossen, Hötger und Frau Richtersmeier wurden schwer verwundet. Dann
begann die Plünderung. Die Bewohner flohen und wagten wochenlang nicht, in das Dorf zurückzukehren. Als der Hunger sie wieder aus den Wäldern hervortrieb, mussten sie feststellen, daß alle Häuser des Dorfes
vernichtet und die Erntevorräte mitgenommen waren. Auch Saatgut war nicht mehr aufzutreiben.
Der Halbspänner Köstering bewirtschaftete 26 Morgen Land. Davon konnte er nur zwei Morgen bearbeiten, auf den übrigen wucherte das Unkraut.
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