|
Die Landschaft
Von den Bergen, die den lippischen Westen an drei Seiten begrenzen, sieht das Land fast wie eine Ebene aus. In Wirklichkeit sind aber nur
die Täler der Werre und Bega ganz eben. Außerhalb der Flussniederungen erblicken wir fast überall Hügel und Bodenwellen. Sie sind so niedrig und flach, daß wir sie aus der Ferne kaum wahrnehmen. Nur
die höchsten Erhebungen fallen ins Auge: der bewaldete Lager Berg (157 m) und der Evenhauser Berg (145 m).
Zwischen Feldern und Wiesen liegen verstreut überall kleine Waldinseln. Nach einem ausgedehnten Waldgebiet aber suchen wir vergebens. Kein
Teil unseres Landes ist so arm an Wald wie das Flachhügelland.
Überall sehen wir Häuser: einzelne Bauernhöfe inmitten ihrer Felder, Wiesen und Baumhöfe, unregelmäßige Gruppen älterer Gebäude,
lange Reihen von Neubauten. Die Häuser sind nicht so dicht zusammengerückt wie in den Dörfern des lippischen Berglandes. Sie liegen weit verstreut. Größere Flächen, die ganz frei sind von
Siedlungen, gibt es kaum. So gehen viele Dörfer ineinander über; ihre Grenzen sind kaum erkennbar.
Kein Gebiet unseres Landes ist so dicht bevölkert wie das Flachhügelland. Auf einer Fläche, die kaum den fünften Teil Lippes ausmacht,
lebt mehr als die Hälfte seiner Bewohner. Im Flachhügelland und an seinem Rand liegen nicht nur die bedeutendsten Städte, sondern auch sehr viele der großen Dörfer. Fast alle Gemeinden haben mehr
als tausend Einwohner. In den übrigen lippischen Landschaften sind Dörfer dieser Größe selten.
Das Land der Arbeiterwohndörfer
|