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In der Nähe der Velmerstot, bei der Stadt Horn, ragen die Externsteine aus den Baumkronen des Waldes hervor. Es sind dreizehn mächtige
Sandsteinfelsen. Der kleinste ist 20 m hoch, der schlanke zweite Felsen misst 38 m. Ursprünglich waren die Steine von Erde bedeckt. Aber das Wasser hat die Erde fortgespült. Durch Regen und Frost
verwitterte viel Gestein. Auch die losen Steine wurden im Laufe der Jahrtausende vom Wasser weggerissen. Was hart und fest war, blieb stehen. Und das sind nun die Externsteine. Nur die ersten vier Felsen
hat das Wasser ganz freigewaschen, die andern stecken noch halb im Berge.
An vielen Stellen setzte sich Moos auf das Gestein, Efeu schmiegte sich an, die Samen von Blumen und Gräsern, vom Winde oder von Vögeln
auf die Felsen getragen, senkten ihre Wurzeln in Spalten und Risse. Vögel, vor allem die "Extern", so nannte man früher die Elstern, bauten ihre Nester auf den Klippen. Daher kommt vielleicht
der Name "Externsteine".
Voll Staunen haben gewiss schon unsere Vorfahren zu den Steinriesen emporgeschaut. Sie mögen ihnen erschienen sein wie Werke der Götter.
Vielleicht sind die Externsteine schon in alter heidnischer Zeit ein Heiligtum gewesen. Aber sicher wissen wir das nicht.
Doch dann wurden die Germanen Christen. Sie dienten nun Gott in Kirchen, Klöstern und Kapellen. Im Jahre 1115 kauften Paderbomer Mönche
die Externsteine. Sie bauten das Innere des ersten Felsens, in dem wohl schon früher eine Höhle war, zu einer Kapelle aus. Oben auf dem zweiten Felsen schufen sie einen Altar. In den Steinblock vor dem
Felsen meißelten sie eine kleine Grotte ein, eine Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem. Ein großer Künstler unter ihnen schuf das 5 m hohe Felsenbild. Es stellt die Abnahme Jesu vom Kreuz dar.
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