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Kinder-Lippe

Das Hermannsdenkmal

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Wir wandern von Detmold die Grotenburg hinauf und kommen an dem "Kleinen Hünenring", einer alten Volksburg, vorbei, Oben auf dem Berg hat man Überreste einer noch größeren Wehranlage entdeckt: "de grote Burg". Von dieser "groten Burg" hat der Berg seinen Namen erhalten. Viel ist nicht mehr zu sehen von dem "Großen Hünenring". Aber wir sind ja auf den Berg gestiegen, um uns den "großen Hermann" anzusehen.

 Staunend stehen wir vor dem gewaltigen Denkmal. 54 m ist es ho& 27 m mißt der Unterbau, ebenso hoch ist die Figur aus Kupfer. Das Schwert Hermanns ist 7 m lang und 11 Zentner schwer. Wir steigen im Innern des Denkmals viele Stufen einer Wendeltreppe hinauf und gelangen auf die Galerie, von der wir hinabschauen auf die Buchen- und Nadelwälder, auf Dörfer und Städte in der Nähe und in der Ferne.

 Das Denkmal erinnert uns an Hermann, den Cheruskerfürsten. Die Cherusker waren ein germanischer Volksstamm, der vor zweitausend Jahren in unserer Gegend wohnte. Damals war das germanische Land von den Römern besetzt. Der römische Statthalter Varus war sehr habgierig. Seine Soldaten nahmen den Bauern oft das letzte Korn und das letzte Vieh fort. Da wuchs in den Herzen der Germanen der Haß gegen die Unterdrücker. Hermann sah die Not seines Volkes. Er verbündete sich mit den Nachbarstämmen, sammelte ein Heer und überfiel die Römer im Jahre 9 nach Christi Geburt. In einer dreitägigen Schlacht vernichtete er das Heer des Varus und befreite das germanische Land von der römischen Herrschaft.

 Das Hermannsdenkmal ist das Lebenswerk des Bildhauers Ernst von Bandel. Als junger Mann hatte er den Plan gefasst, als Greis konnte er nach fast vierzigjähriger Bauzeit das Werk vollenden. Keine Regierung, keine Stadtverwaltung gab ihm zunächst Geld dafür. In Reden und Briefen musste er es von den Deutschen erbitten. Als die Spenden verbraucht waren, opferte Bandel sein eigenes Vermögen, so dass er selbst und seine Familie in Not gerieten. Was er begonnen hatte, wollte er auch vollenden. Mit sechzig Jahren ging er nochmals in die Lehre und wurde Kupferschmied, weil er keinen Meister fand, der ihm die große Figur aus Kupfer herstellen konnte. Stück um Stück hat er in jahrelanger Arbeit die Teile der Figur selbst geschmiedet.

 1875 konnte endlich das Denkmal eingeweiht werden. Von der großen Feier, zu der Tausende in stundenlangen Fußmärschen auf die Grotenburg gekommen waren, hat man in unserem Lande noch nach Jahrzehnten erzählt.

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Links zum Thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermannsdenkmal
http://de.wikipedia.org/wiki/Varusschlacht

Umfangreiche Sammelseite zum Hermannsdenkmal (http://www.erziehung.uni-giessen.de/studis/ Robert/hermsam.html)

http://www.owl-tourist.de/sehenswuerdigkeiten/kli/hermannsden kmal.htm

http://www.zeit.de/2006/11/Teutoburger_Wald_neu?page=1

http://www.digital-park.de/kubus/index.php