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Als der Kunstdünger aufkam, wurden die Ernten besser. Wenn es reichlich regnet, trägt der Senneboden heute gute Früchte. In trockenen Jahren
aber verdursten die Pflanzen, und die Ernte ist gering.
Große Flächen der Senne hat man schon vor Jahrzehnten mit Dampfpflügen tief umgepflügt und mit Kiefern und Birken bepflanzt. So sind die
herrlichen Wälder der Senne entstanden. Wir freuen uns über ihren Reichtum an Kaninchen, Hasen, Rehen und Hirschen. Auch Wildschweine sind nicht selten.
Weil der Sandboden sehr billig war, wurde zwischen Bad Lippspringe und Augustdorf ein großer Truppenübungsplatz geschaffen. Als er später
vergrößert wurde, musste das Dorf Haustenbeck von den Bewohnern geräumt werden. Heute sind die Häuser zerschossen, und nur wenige Ruinen erinnern noch daran, dass hier einmal Menschen wohnten und
arbeiteten. Der Platz ist jetzt so groß, dass die Soldaten mit Panzern und Kanonen darauf üben können. Zwischen der Stapelager Schlucht und Augustdorf haben die Panzer die Heide und die Kiefern unter
ihren Ketten zermahlen. So entstand eine Sandwüste. Südlich vom Großen Ehberg, in der Nähe von Augustdorf, ist für die Bundeswehr eine Soldatenstadt gebaut worden.
Augustdorf ist in den letzten Jahren schnell zu dem größten Dorf unseres Landes geworden und zählt heute 6300 Einwohner.
Schnell gewachsen ist auch Lipperreihe. Seine Einwohnerzahl stieg in zwanzig Jahren von 420 auf 1700. In dem Elektromotorenwerk dort
arbeiten fast 1000 Menschen. In einer modernen Näherei nähen Frauen und Mädchen Kleider.
Ganz in der Nähe, am Sennerand, entsteht für 5000 Menschen die Oerlinghauser Südstadt. Am Waldrand ist ein Fernheizwerk errichtet worden.
Über Ölfeuern wird in großen Kesseln das Wasser erhitzt und durch Rohre in die Heizkörper der Wohnungen gepumpt. Die Hausfrauen kochen auf Elektroherden. Darum besitzen die Häuser der Südstadt gar
keine Schornsteine, und die Luft wird nicht durch Rauch verunreinigt.
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