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Die Senne

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Sennebauern in alter Zeit

Wenn ihr auf dem Tönsberg steht und nach Süden blickt, so dehnt sich vor euch eine weite Ebene aus, die in der Ferne im Dunst verschwimmt. Über Kiefernwälder und Heideflächen schaut das Auge. Weiße Sandwege und einige rote Hausdächer schimmern darin. Hin und wieder entdeckt ihr ein Stück Ackerland. Das ist die Senne.

 Die Senne unterscheidet sich sehr von dem übrigen Lipperland. Fast überall besteht der Boden aus Sand. Darauf wuchs vor vielen Jahren beinahe nichts als Heidekraut. Damals zogen durch die Senne viele Schäfer mit ihren Herden von einer Heidefläche zur anderen. Die kleinen Sennebauern, die "Heidjer", hielten nur wenig Vieh: einige Kühe oder Ziegen, Schweine und Hühner. Die Kühe wurden auch. als Zugtiere vor Wagen und Pflüge gespannt, denn Pferde gab es nur auf ganz wenigen Höfe Aber auf jedem Heidehof standen unter einem Schauer lange Reihen von Bienenkörben. Wenn die Heide blühte, brachten viele Imker von dei Nordseite des Teutoburger Waldes auf Pferdewagen ihre Bienenvölker Oft hatte der Heidjer dann fünfzig bis hundert Bienenstöcke unter seinem Bienenschauer stehen. Nach der Heideblüte wurden die Bienenkörbe wieder abgeholt. Der Heidjer bekam ein kleines Standgeld. Ir guten Jahren haben die Imker oft viele Zentner köstlichen Heidehonig aus der Senne geholt. 

Nur wenige Menschen lebten in alter Zeit in der Senne. Erst spät sind die Sennedörfer entstanden. Die ältesten liegen im Süden: Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz. Vor dreihundert Jahren wurden die ersteri Häuser von Haustenbeck gebaut. Hundert Jahre später gründete dei lippische Graf Simon August Augustdorf. Er schenkte den Siedlerri den unfruchtbaren Sandboden und befreite sie für die ersten fünf Jahre von allen Abgaben. Am Schopkebach entstand Lipperreihe.

 Die Sennebauern bauten zuerst ihre einfachen Häuser und Ställe. Dann pflügten sie mit ihren Kühen Heideflächen um, damit sie Ackerland bekamen. Zur Streu für das Vieh wurde jedes Jahr ein großes Stück Heide abgehackt. "Plaggen" nannte man diese mit den Wurzeln abgehackte Heide. Allein die Haustenbecker Bauern sollen jährlich zehntausend Fuder Plaggen aus der Senne geholt haben. Mit dem Heidemist wurden die Felder gedüngt. Das Heidekraut vermoderte in der Erde. Dadurch wurde der Boden nach und nach fruchtbarer. Roggen und Hafer, Kartoffeln und Buchweizen für Pickert konnten angebaut werden. Die Bauern fuhren mit ihren Kuhgespannen die Kartoffeln in die Städte; Frauen und Mädchen waren oft viele Stunden zu Fuß unterwegs, um Butter, Eier und Kochkäse zu ihren Kunden zu bringen. Noch heute heißt ein Fußweg von Haustenbeck nach Lippspringe der "Butterpatt". Ja, das Leben der ersten Sennebauern war voll Mühe und Not.

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Senne
http://www.foerderverein-nationalpark-senne.de/
www.biostation-senne.de/
http://www.senne-portal.de/

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Links zum Thema:

http://de.wikipedia.org/wiki/Senne
http://www.foerderverein-nationalpark-senne.de/
www.biostation-senne.de/
www.biologische-station-paderborner-land.de
http://www.senne-portal.de/

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