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"Wir haben auf unserer Wanderung heute schon mehrere Fabriken gesehen, da können die Leute ja Arbeit finden", wirft ein SchĂŒler ein.
"Schon vor hundert Jahren entstanden in Hohenhausen die ersten Zigarrenfabriken. Die Zigarren wurden bis vor wenigen Jahren mit der Hand gedreht.
Da fanden die Leute Verdienst, ohne dass sie in die Fremde ziehen mussten. Bis vor kurzem waren in Hohenhausen, Bentorf und Harkemissen fleiĂige HĂ€nde damit beschĂ€ftigt, die Glimmstengel herzustellen. Flinke
Leute konnten an die tausend Zigarren an einem Tage drehen. Auch bei dieser Arbeit waren keine ReichtĂŒmer zu verdienen. Aber die Leute blieben zu Hause. Die Familie war zusammen und konnte nach Feierabend gemeinsam
Feld und Garten bestellen. Heute hat die Maschine den Zigarrenmachern die Arbeit abgenommen.
DafĂŒr gibt es jetzt in anderen Fabriken BeschĂ€ftigung. In Hohenhausen arbeiten in mehreren Betrieben etwa 400 Leute. Vielleicht stammt euer
Blumenhocker zu Hause aus unserer Kleinmöbelfabrik. Es kann auch sein, dass einer von euch einen Mantel trĂ€gt, der in unserer NĂ€herei fĂŒr Kinderbekleidung genĂ€ht worden ist. In Varenholz werden Schuhe
hergestellt und wer gleich einmal seinen vom Wind zerzausten Haarschopf fein machen will, benutzt dazu vielleicht einen Kamm oder eine BĂŒrste aus Varenholz.
Die gröĂte Fabrik aber hier im Norden ist die Maschinenfabrik in Kalldorf. Hoch ĂŒber die DĂ€cher der alten BauernhĂ€user ragen die riesige Werkhallen
aus Stahl und Glas empor. Unsere Jungen, die die Schule verlassen haben, möchten gern dort arbeiten. Denn dieser Betrieb bildet die Lehrlinge in einer besonderen Lehrwerkstatt aus. 700 Arbeiter finden in der Fabrik
guten Verdienst. Nicht alle wohnen in Kalldorf und der nÀchsten Umgebung. Von weit her kommen sie zusammen.
So gibt es im Kalle- und im Wesertal fĂŒr etwa 1200 Menschen BeschĂ€ftigung in unseren Fabriken. Aber noch immer fehlt es bei uns an Arbeitsstellen.
Allein von Hohenhausen fahren tÀglich 200 Pendler zur Arbeit nach Lemgo.*"
"Wie gelangen diese vielen Leute zu ihren Arbeitsstellen? Sie haben doch nicht alle Autos, und mit dem Fahrrad sind viele Wege zu weit wirft ein
Junge ein.
"Viele fahren doch schon mit eigenen Autos oder MotorrĂ€dern. FĂŒr manche Wege tut es auch noch das Fahrrad. Aber die meisten benutzen die
Postautos, die heute mehrmals am Tag durch alle Dörfer fahren."
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