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Der lippische Norden, ein Bergland
Schon ein Blick auf die Karte zeigt uns: Der lippische Norden ist ein Bergland. Er gehört zu dem großen Weserbergland.
Heute wollen wir einmal losziehen, um einen Teil des Gebietes zu erwandem.
In Lemgo besteigen wir den Bus, der uns über die Berge
und über die Dörfer Lüerdissen und Niedermeien in das Tal der Osterkalle bringt. Manchmal geht es in so scharfen Kurven bergauf, dass wir glauben, unser langer Wagen würde in den schmalen Kehren
stecken bleiben. Ein Auto, das uns entgegenkommt, wartet an einer breiteren Stelle, bis wir an ihm vorbei sind.
In Lüdenhausen steigen wir aus und wandern das Tal der Osterkalle hinab. Die Berge umstehen den kleinen Bach. Äcker und Wiesen klettern
hoch an den Hängen hinauf. Die Osterkalle ist ein drolliges Gewässer. Bei Lüdenhausen hüpft sie schon ganz frisch und munter daher, doch dann wird sie klein und kümmerlich. Das Wasser versickert zum
Teil in der Erde, fließt unterirdisch weiter und kommt erst kurz vor Langenholzhausen in starken Quellen wieder hervor. Hinter diesem Dorf vereinigt sich unser Bach mit seiner Schwester, der
Westerkalle, und zusammen fließen sie der Weser zu.
Von Langenholzhausen wandern wir im engen Tal der Westerkalle aufwärts, verlassen dann die Landstraße und
suchen uns Feld- und Waldwege aus, die uns auf die Berge führen.
Unter einer Linde vor einem alten Bauernhaus machen wir Rast und verzehren unsere Butterbrote. Vor uns im Tal liegt
Hohenhausen, das in seiner ganzen Längsrichtung von der Kalle durchflossen wird.
Opa Stocksmeier, der Altbauer, kommt mit qualmender Pfeife von der Deele und fragt uns nach dem Woher und
Wohin. Vom Leben der Menschen in diesen Bergen möchten wir etwas erfahren, und Opa Stocksmeier fängt an zu erzählen: weiter
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