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Fast schon ein kleiner See ist dieser Teich, der vor vielen hundert Jahren von Paderborner Mönchen als Fischteich angelegt wurde, Es könnte uns
wohl verlocken, an seinem Ufer ein Zelt aufzuschlagen und dort unsere Sommerferien zu verbringen. Aber der Teich mit seiner Umgebung ist zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Da sind solche Freuden
verboten.
Ein dichter Gürtel von Erlen, Birken, Weiden, Schilf, Binsen und anderen Wasserpflanzen umschließt das Wasser. Dieses Dickicht ist die
Heimat vieler Wasservögel. Wilde Enten, Wasserhühner und Taucher finden hier genügend Nahrung, und das Schilf bietet ihnen Platz und Ruhe, ihre jungen auszubrüten und großzuziehen. Alle diese Vögel
hätten wir längst vertrieben, wenn wir hier ein fröhliches Badeleben führen wollten.
Vor uns flattert eine Ente umher. Sie lässt einen Flügel hängen und kann nicht mehr recht fliegen. Die müsste doch leicht zu fangen
sein, denken wir und verfolgen sie eine Strecke. Da fliegt sie plötzlich munter davon. Wir bleiben verblüfft stehen. ja, sie hat uns wirklich angeführt. Wir waren ihren Jungen zu nahe gekommen. Mit
einer List hat sie uns weggelockt. Nun sind sie im dichten Schilf in Sicherheit, und in einem weiten Bogen streicht die Mutter zu ihnen zurück.
Auch eine Haubentauchermutter mit ihrer Brut haben wir gestört. So schnell sie können, schwimmen die Kleinen zur Mutter und verkriechen
sich in ihrem Gefieder. Mit dieser Last auf dem Rücken strebt sie dem schützenden Röhricht zu.
Vom Spätsommer bis in den Herbst versammeln sich hier alljährlich Riesenschwärme von Staren. Vor der Reise in den Süden machen sie ihre
"Flugübungen". Den Tag über haben sie in der Umgebung nach Futter gesucht. Bevor sie zum Schlafen in das Schilf einfallen, fliegen sie in einer dichten Wolke auf und ab, ziehen sich
auseinander und ballen sich wieder zusammen. Da will ein Greifvogel aus diesem Schwarm eine Beute holen. Doch ganz dicht rücken die Stare zusammen, umfliegen den Räuber, greifen ihn von allen Seiten an
und vertreiben ihn. Ohne die erhoffte Beute verschwindet er ärgerlich im Wald. Haben die Vögel sich zum Schlafen im Röhricht niedergelassen, nimmt das Schwatzen und Lärmen noch stundenlang kein Ende.
Alle zwei Jahre lockt im Herbst ein besonderes Schauspiel viele Besucher an: der Fischfang. Die Fischer lassen langsam das Wasser des
Teiches ab. Die Fische schwimmen mit dem abziehenden Wasser in ein tiefes Fangbecken am Teichausfluss. Mit Netzen werden sie herausgefischt, sortiert und an Ort und Stelle verkauft. Von weit her sind die
Fischhändler gekommen, um Karpfen, Schleie, Aale und Hechte für ihr Fischgeschäft einzukaufen.
Links:
http://www.landesverband-lippe.de/index.php?id=20 6
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