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Bis zum Ende des ersten Weltkrieges gab es in Schötmar nur wenige kleine Fabriken. Viele Männer arbeiteten in der nahe gelegenen Hoffmannschen
Stärkefabrik in Bad Salzuflen. Die Stärke wurde in Pappschachteln verpackt und durften sie sich einen Haufen Hüte mit nach Hause nehmen. Sie zerteilten sie, klebten mehrere Stücke Filz übereinander
und schnitten daraus mit einem Schustermesser die Sohlen. Aus guterhaltenen Hüten schneiderten sie die Oberteile. Oberteile und Sohlen wurden mit der Hand zusammengenäht. So erhielten sie schöne warme
Puschen. Einige Puschenmacher stellten Filzpantoffeln nicht nur für sich und die eigene Familie her, sondern verkauften sie an Geschäfte und Hausierer. Sie hatten so viel Arbeit, dass sie ihren
Arbeitsplatz in der Fabrik aufgeben und sich selbständig machen konnten. Weil die Handarbeit anstrengend und zeitraubend war, schafften sie Maschinen an: Pressen zum Zusammenkleben der Filzstücke,
Stanzen und eiserne Formen zum Ausstanzen der Sohlen sowie Schuhmachernähmaschinen. Diese Maschinen konnten aber nicht mehr in den bisherigen Arbeitsräumen, auf der Deele, im Keller oder gar in der
Wohnküche, aufgestellt werden. Werkstätten mussten gebaut werden.
Manche Puschenmacher hatten so viele Aufträge, dass sie weitere Arbeiter einstellten.
So entstanden die ersten Pantoffelfabriken. Später wurden die Menschen anspruchsvoller. Die Käufer waren mit den einfachen Filzpantoffeln
nicht mehr zufrieden. Da begannen die Fabriken, feinere Hausschuhe und auch Lederschuhe aller Art herzustellen. Heute finden in Schötmar über fünfhundert Menschen in elf Schuhfabriken Arbeit und Lohn.
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