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Lügde

Das in Lügde verwendete Wappen stellt einen von Silber und schwarz gespaltenen Schild dar; links ein rotes Ankerkreuz, rechts ein aufrechter silberner Schlüssel mit einwärts gekehrtem Bart. Ab Großgemeindebildung (01.01.1970) wurde dem Wappen noch die lippische Rose (unter dem Ankerkreuz) hinzugefügt.

Das bis 1970 geführte Wappen zeigte auch mit der Verbindung der beiden Symbole (Schlüssel und Ankerkreuz) der früheren Stadtherren von Lügde, das Ankerkreuz des Pyrmonter Grafen und den Schlüssel des Kölner Erzstifts. Letzterem entsprechen auch die Kölner Farben schwarz und weiß.

Heraldisch besteht das Wappen nur aus dem Wappenschild mit seinem Inhalt, die Mauerkrone ist eine Zugabe des preußischen Heroldsamtes.

Nachstehend die Wappen der Stadt Lügde bis 1970 und ab Großgemeindebildung. Wiedergegeben ist auch ein Siegel der Stadt Lügde von 1284 (Staatsarchiv zu Münster – Falkenhagen 23). Umschrift des Siegels: sigillum borgien e luden.

Quelle: Homepage der Stadt Lügde www.luegde.de

Homepage   Lügde bei Wikipedia

Die Geschichte von Lügde


Der Ortskern Lügde ist eine uralte Siedlung, die Entstehung des Ortes selbst ist in die frühgeschichtliche Zeit, also um oder in die ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt zu legen. Schon der Name des Ortes weist in seiner zuerst überlieferten Form Liuhidi und Liuhith in die graue Vorzeit. Der Ortsname lässt sich nur schwer oder gar nicht deuten, er ist auch kein eigentlicher Siedlungsname. Die am meisten vertretene Meinung geht dahin, dass es sich schlichtweg um eine Flurstelle handelt, auf der es viele „LIU“, also viele Leute oder auch Lüe (plattdeutsch) gab. So wurden zum Beispiel in der "Poeta Saxo" nach der Teilung des alten Sachens in drei Teilgebiete (im 9. Jahrhundert) deren Bewohner mit "Liudi" bezeichnet.

Andere Heimat- bzw. Sprachforscher gehen davon aus, dass der Name Lügde „Licht“ bedeutet. Sehr viele Orte in Europa, die mit der Vorsilbe „LUG“ beginnen, weisen hierauf hin.

Auf die letztere Namensdeutung könnte auch der Lichtkult (Osterräderlauf) deuten. Erstmalig tritt die Stadt in Erscheinung im Jahre 784. In diesem Jahr feierte Karl der Große das Weihnachtsfest unweit der Skidrioburg (Herlingsburg) am Emmerfluss in der Ansiedlung Luihidi. Das „Luihidi“ des 8. Jahrhunderts lag allerdings nicht an der Stelle, an der sich der heutige Ort (Ortskern) Lügde befindet. Der Ort befand sich vielmehr im Ollenlüderfeld (zwischen Lügde und Bad Pyrmont – Holzhausen). Darüberhinaus wird es noch weitere zahlreiche verstreut liegende Wohnplätze (Höfe) gegeben haben. Der Ortskern in seiner heutigen Anlage entstand um 1245. In diese Zeit fällt auch der Bau der heute noch z.T. erhaltenen Befestigungsanlage (Stadtmauer, Wehrtürme, Wallgrabenanlage).

Die Stadt ist mehrfach Handelsobjekt zwischen Fürsten und Kirchen gewesen. Bis zum Jahr 1255 befand sich die Stadt im Eigentum der Pyrmonter Grafen, die ab diesem Zeitpunkt die Hälfte der Stadt an den Erzbischof von Köln abtraten. Die Besitzverhältnisse spiegeln sich im Lügder Stadtwappen wieder (links im Wappen das Ankerkreuz der Grafen von Pyrmont, im rechten Feld einen senkrechten Schlüssel (den Schlüssel Petri – Erzbistum Köln).

Durch die Zuordnung zum Kreis Lippe (1970) wurde das Wappen durch die lipp. Rose (im unteren Feld des Wappens) erweitert und zeigt somit auch die Zugehörigkeit der Stadt zum Kreis Lippe.

Quelle: Homepage der Stadt Lügde www.luegde.de