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In´er Vörwüihnachtstuit von Karl Brüggemann

Biuten es´t kault, de Schneu ligt deup
un wo in´n Sommer de Beokfink röep,
decket niu eun wittet Küssen olles teo.
Et geuht niu teor langen Winterriuh.
Olles suiht seo festlich iut
in düsser scheunen Wintertuit.

De lütken Bieke es oll stüiwe frorn,
still es´t in Holte, nicksmar teo horn.
Vell Minsken, düht vamummt, sin an´n laupen.
Olle sind frauh, seuht ganß anster iut,
in düsser scheunen Vorwüihnachtstuit.

Do send de Kinner an´n Schlieg`n fohrn,
just seo, os wüi domols nau Kinner wör´n.
Do worte auk lachet und juchtert un wippet
un mäng euner met´n Schlieg`n ümmekippet.
Do wör`n wüi nau jung un olles nau geot,
wo es seu blaus bliewen de geon aulen Tuit.

De Winter es kumen, un wenn heu denn geuht
un iuse Goorn wier vull Reosen steuht,
un hätt wüi denn olles geot öberstohn
un könnt iusen aulen Gang wie gohn,
denn es olles vergetten un wenn`t auk no wüit,
wüi fröwwet us gerne in´er Vörwüihnachtstuit.


Platt           Hochdeutsch
deup          tief
Beokfinf     Buchfink
Küssen      Kissen
Bieke         Bach
Holte         Holz, Wald
horn          hören
düht         sehr, stark
Schlieg     Schlitten