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Der Wüihnachtsbaum

Homa und Hopa sitzen beim Frühstück, sie: „Haste schon ma innen Kalenner geguckt?“  „Jau ich weiß, es ist Heiligabend“.  „Und der Wüihnachtsbaum?“ „ Ich geh ja schon und hol´en aus´er Karage, kück du mol nachen Stänner“.  „ So maket wir das und nimm die Bachte mit und mach´a unten ein paar Braken weg, damit die Geschenke auch alle darunner passen“.
 Hopa kümmt mit dem Baum inne gute Stube und stellt die Tanne innen Stänner, der aber ein büschen lütch ist. „Wenn das man hält, das is ja ne Moijewippen för de Engel“, sacht Homa. „Vielleicht machste den boben mit´en Draht anner Wand feste?“„Ach geh mich doch laufen, wenn da alles dranne baumelt, dann hält der Baum in sich.

 
„Hopa putzt den Baum heraus mit Strohsternen, Kugeln, Kerzen und Lametta. „Kück doch mol, wie schön der Baum geworden ist!“ „Un was is met de Spitze?“ fragt Homa. „Oh, die habe ich wall vergetten, un nun kümm ich da nich mehr ran, mott auch mol ohne gohn“. Homa kückt son büschen bedröppelt: „Aber das Engelshaar, das machste mich noch dran!“ Wie mit Schnee bedeckt sah der Baum nun aus, stolz rief Hopa: „So nun nen Bier und nen Machollern!“ Nun hatte sich aber das Engelshaar unter seiner Armbanduhr vertöddert. Hopa ging, der Baum kamm met und lag nun twees inner Stuben.
 
Homa, die just inner Küchen zugange war, hörte den Bumms und rief: „Jetzt kannste de Spitze ja ganz kammeodig dranne maken!“

Die Vokabeln

Bachte  Axt
bedröppelt traurig
Braken Zweig
Bumms Knall
büschen bisschen
darunner darunter
dranne dran
dranne dran
Kalenner Kalender
kammeodig bequem
Karage Garage
kück guck, schau
lütch klein
Macholler Wachholder
Moijewippen  Schaukel
mott muss
Stänner Ständer
twees quer
vergetten vergessen
vertöddern durcheinander geraten